Mittwoch, 2. August 2006
Über Dinge, die es nicht gibt, und eins, das wir vergessen haben.
joeycool, 12:00h
Vom neuen Patriotismus, der zur WM allerorten bierselig gefeiert wurde, sind Badeschlappen und Bretterbudenstädte geblieben. Besonders die letzteren, Stadt- oder Stattstrand getauft, erfreuen sich einer Beliebigkeit, die sie anziehen macht. Ist eigentlich jemandem schon aufgefallen, dass nur Männer die letzten Fragen nach Vaterland und Nation heiß diskutieren, die Frauen sich aber zurückhalten und in den entsprechenden Rankings gar nicht auftauchen? Vielleicht ist ja Frau Herrmann schuld, die Kinder, Kirche und Karriere neu austarieren möchte.
Irgendwie kommt der neue Konservatismus nicht in Schwung. Hier ist nicht viel geblieben, außer dass wir uns im Büro wieder den Schlips umschlingen und wider das Deppenapostroph' wettern.
Schade eigentlich. Dann hätten die Sozis darauf kommen können, dass ein würdiger Feind auch eine stolze Identität fordert. Hätte zwar Arbeit gemacht, aber vielleicht hätte die SPD-Programmdebatte nicht so sehr um die Finanzierung des Gestern (Schulden) und des Heute (untragbares Gesundheits- und Sozialssystem) gekreist sondern um Chancen für's (sic!) Morgen.
Letzter Punkt und wirklich last but not least. Unser Land heißt, glaube ich, Bundesrepublik Deutschland. Bund, nicht Förderalismusrepublik oder so. Das sollten wir mal wieder ernst nehmen: Ein Bund starker Länder, nicht ein Bund zur Verteidigung gewachsener Besitzstände. Arme Länder, reiche Länder, Ost und West, viel zusammengewürfelt, viel Geschichte. Und die teuersten, die Stadtstaaten, haben seltsamer Weise die größte Bevölkerungszuwanderung. Vielleicht müssen wir einfach über Armut und Reichtum außerhalb der Budgets und Haushalte reden, um die richtigen Kombinationen zu finden.
Irgendwie kommt der neue Konservatismus nicht in Schwung. Hier ist nicht viel geblieben, außer dass wir uns im Büro wieder den Schlips umschlingen und wider das Deppenapostroph' wettern.
Schade eigentlich. Dann hätten die Sozis darauf kommen können, dass ein würdiger Feind auch eine stolze Identität fordert. Hätte zwar Arbeit gemacht, aber vielleicht hätte die SPD-Programmdebatte nicht so sehr um die Finanzierung des Gestern (Schulden) und des Heute (untragbares Gesundheits- und Sozialssystem) gekreist sondern um Chancen für's (sic!) Morgen.
Letzter Punkt und wirklich last but not least. Unser Land heißt, glaube ich, Bundesrepublik Deutschland. Bund, nicht Förderalismusrepublik oder so. Das sollten wir mal wieder ernst nehmen: Ein Bund starker Länder, nicht ein Bund zur Verteidigung gewachsener Besitzstände. Arme Länder, reiche Länder, Ost und West, viel zusammengewürfelt, viel Geschichte. Und die teuersten, die Stadtstaaten, haben seltsamer Weise die größte Bevölkerungszuwanderung. Vielleicht müssen wir einfach über Armut und Reichtum außerhalb der Budgets und Haushalte reden, um die richtigen Kombinationen zu finden.
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